Was ist Sünde?

Die genaue Definition des universalen Gesetzes und der Sünde.

 
 

 
 

Wir Menschen neigen oft dazu, uns selbst als das Maß aller Dinge zu betrachten. Wir entscheiden selbst, was gut oder schlecht ist.

Besonders dann, wenn wir eine besondere Ausbildung oder ein hartes Studium absolviert, oder eine andere, in menschlichen Augen gesehen, „große“ Leistung erbracht haben.

Wir werden stolz, darin gedeiht der Hochmut, welcher letzendlich zum Übermut und zur geistigen Blindheit führt. Blind für die Wahrheit.

 
 

 
 

Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall.

-Sprüche 16:18 (Schlachter 2000)

 
 

 
 

Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen.

-Markus 7:20-23 (Schlachter 2000)

 
 

 
 

Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

-1. Johannes 2:15-17 (Schlachter 2000)

 
 

 

Der wahre Maßstab

Viele erwarten so etwas, wie ein Gericht nach dem Tod. Auch wenn sie die Bibel vielleicht gar nicht lesen, dennoch erwarten sie ein Gericht am Ende.

Man hört immer wieder den Ausdruck: „Nur Gott kann mich richten!“
Doch oft ist es ihnen nicht wirklich bewusst, dass er es auch tun wird.

Aber wonach wird denn gerichtet? Was ist die Grundlage, der Maßstab bei einer Rechtssprechung oder Verurteilung? Ist es nicht das Gesetz?

 
 

Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

-1. Johannes 3:4 (Schlachter 2000)

 
 

Die Sünde wird also als Gesetzlosigkeit, d. h. als ein Ablehnen des Gesetzes definiert. Eine Sünde ist demnach eine Gesetzesübertretung.

Doch ich rede nicht von weltlichen Gesetzen, die Vielen wohlbekannt sind, sondern von dem einen Gesetz, nach dem die Welt gerichtet wird!

 
 

Die [Leute], die das Gesetz verlassen, loben den Gottlosen, aber gegen die, welche das Gesetz halten, sind sie aufgebracht.
Böse Menschen verstehen das Recht nicht, die aber den Herrn suchen, verstehen alles.
Besser ein Armer [sein], der in seiner Lauterkeit wandelt, als ein Reicher, der krumme Wege geht.
Wer das Gesetz hält, ist ein verständiger Sohn; wer aber mit Schlemmern zusammen ist, macht seinem Vater Schande.

-Sprüche 28:4-7 (Schlachter 2000)

 
 

 

Der Bund am Berg Sinai

Nachdem Yahuah das Volk Israel aus Ägypten herausgeführt hatte, schloss er mit ihnen einen Bund auf dem Berg Sinai. Dort gab er auch die 10 Gebote.

 
 
Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
Ich bin der […] [Yahuah], dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe.
 
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
 
Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! […]
 
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
 
Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.
 
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das […] [Yahuah], dein Gott, dir gibt!
 
Du sollst nicht töten!
 
Du sollst nicht ehebrechen!
 
Du sollst nicht stehlen!
 
Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!
 
Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgend etwas, das dein Nächster hat!
 
-2. Mose 20:1-17 (Schlachter 2000)
 
 

 

Alle Seine Gebote sind Gesetz

Sind mit dem universellen Gesetz, nach dem die Welt gerichtet wird, nur die 10 Gebote gemeint, die Gott dem Volk Israel am Berg Sinai gegeben hat?

 
 

Und ich will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels, und ich will deinem Samen das ganze Land geben; und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völker der Erde,

weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und meine Rechte, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze gehalten hat!

-1. Mose 26:4-5 (Schlachter 2000)

 
 

Im 5. Vers lesen wir
weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und meine Rechte, meine Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze gehalten hat

 

Als Gott diese Worte zu Abraham redete, da war Jakob (Israel) noch gar nicht auf der Welt. Die zwölf Stämme Israels existierten noch gar nicht auf der Erde. Das alles geschah noch weit vor der ägyptischen Gefangenschaft, dem Exodus und den 10 Geboten, die darauf folgten.

 

Und dennoch ist Abraham Gott gehorsam gewesen, indem er alle Seine Rechte, Gebote, Satzungen und Gesetze gehalten hat!

 
 

Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.

-Psalm 119:142 (Schlachter 2000)

 
 

Jedes einzelne Gebot, jede Satzung und jeder Rechtsspruch aus dem Mund Gottes ist gerecht! Alles, was Gott sagt, hat Bestand. Das Gesetz Gottes besteht nicht nur aus den 10 Geboten, dennoch sind sie Teil vom Gesetz.

 
 

 

Das Gewissen

Nun könnte man ja meinen, man selbst habe nicht gesündigt, denn wenn die Sünde die Übertretung der Gebote Gottes ist und man selbst weiß nichts von diesem Gesetz, wie könnte man es dann übertreten?

 
 

Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person; alle nämlich, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durch das Gesetz verurteilt werden

– denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.

Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, da sie ja beweisen, daß das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen –

an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium,.

-Römer 2:11-16 (Schlachter 2000)

 
 

Selbst wenn Du ungläubig (Heide) bist und das Gesetz nicht kennst, so sind die Gebote Gottes in Dein Herz geschrieben und Dein Gewissen bezeugt es!

 
 

 

Die Schuld

Die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verlorengehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durch das Gesetz verurteilt werden. – So steht es in der Bibel.

Was ist denn, wenn ich ein netter Mensch mit guten Absichten bin?

Können meine guten Taten allein mich vor Gott rechtfertigen und meine bereits begangenen Sünden begleichen?

 
 

Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden

-Jakobus 2:10 (Schlachter 2000)

 
 

 
 

denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten […]

-Römer 3:23 (Schlachter 2000)

 
 

Wir sehen also, wir sind mit Schuld belastet. Egal ob gläubig oder nicht-gläubig, diese Last liegt auf uns allen und sie führt zu einem einzigen Ziel:

 
 

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

-Römer 6:23 (Schlachter 2000)

 
 

 

Die Gnade

Wir alle sind Sünder und der Lohn der Sünde ist der Tod.

Es ist von großer Wichtigkeit, diesen Fakt zu begreifen. Wir haben den Tod verdient! Wir können uns durch eigene Werke vor Gott nicht rechtfertigen.

Was also sollen wir tun? Sollen wir unser Leben nun einfach weiter in Sünde verbringen, da wir uns ja sowieso schon schuldig gemacht haben?

Hier kommt die Gnade Gottes ins Spiel. Was ist Gnade überhaupt? Gnade ist, wenn man etwas bekommt, was man sich gar nicht verdient hat.

Man kann sich die Gnade nicht erwerben und sie ist auch kein Verdienst für eigene Werke, denn dann wäre es ja keine Gnade mehr.

 
 

Und ich werde sie reinigen von all ihrer Ungerechtigkeit, mit der sie gegen mich gesündigt haben, und ich werde ihnen alle ihre Missetaten vergeben, mit denen sie gegen mich gesündigt und an mir gefrevelt haben.

-Jeremia 33:8 (Schlachter 2000)

 
 

 
 

Gott ist gnädig mit uns. Anstatt uns, die wir doch gesetzlos gehandelt und Ihm somit Schande gemacht haben, dem ewigen Tod zu übergeben, so wie wir es verdient hätten,

hat er Seinen eigenen Sohn (der im Gegensatz zu uns völlig frei von Sünde ist und dem Vater alle Ehre macht) in die Welt gesandt, damit Er den Lohn UNSERER Sünden trägt!

 
 

 
 

Wieso tat Gott das? Wieso gab Gott seinen geliebten Sohn dem irdischen Tod preis? WEIL ER DICH LIEBT!

Er kennt Dich, auch wenn Du Ihn noch nicht kanntest!

Er hat Dich schon behütet, bevor Du überhaupt von Ihm gehört hast!

Er weiß was Du denkst und sagen willst, noch bevor Du es aussprichst.

Er kennt Deine Gedanken,
Deine Sorgen,
Deine Lasten und auch
Deine verborgensten Geheimnisse.

Er sieht direkt in Dein Herz.

Ihm bleibt nichts verborgen und Er möchte Dich befreien und Dir wohltun.

 
 

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.

-Galater 4:4-5 (Schlachter 2000)

 
 

Der Sohn Gottes, der schon lange existierte noch bevor er als Mensch auf die Erde kam, hat nicht an seiner Unsterblichkeit festgehalten, sondern sich stattdessen selbst in die Gestalt eines sterblichen Menschen erniedrigt.

In dieser Gestalt als Sohn des Menschen zeigte er uns, dass es möglich ist die Gebote zu befolgen. Nicht ein einziger Mensch war bis dahin in der Lage ALLE Gebote zu befolgen. Der Herr ist der einzige, der das vollbracht hat.

Während seiner Zeit als Mensch auf Erden unterstand der Sohn Gottes denselben Geboten und Gesetzen, denen der Mensch untersteht. Jedoch hat er kein einziges dieser Gebote übertreten. Somit lag keine Sünde auf ihm.

Und dieser eine, der doch keine Schuld verdient hat,
dieser eine hat unsere Schuld auf sich genommen.

Der Lohn der Sünde ist der Tod.
Das ist Gesetz Gottes und muss erfüllt werden!

Nun wurde dieses Gesetz in dem Einen erfüllt, der doch frei von Sünde ist. Dennoch hat er den vollen Lohn UNSERER Sünden getragen, den Tod.

Dieses Ereignis ist das größte und bedeutendste Ereignis der ganzen Menschheitsgeschichte!

Dadurch, dass der eine Unschuldige die Schuld und den Lohn der Vielen getragen hat, dadurch können die vielen Schuldigen in die Gerechtigkeit des Einen eingehen.

 
 
Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden.
 
Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
 
Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft;
 
-1. Korinther 15:20-23 (Schlachter 2000)
 
 

 
 
Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht.
 
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
 
Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
 
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
-Johannes 1:9-14 (Schlachter 2000)
 
 

 
 
Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann;
 
denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
 
Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird,
 
nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied;
 
denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so daß sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.
 
Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.
 
-Römer 3:19-26 (Schlachter 2000)
 
 

 
 
Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.
 
Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.
 
Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.
 
Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Und ich weiß, daß sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.
 
-Johannes 12:44-50 (Schlachter 2000)